Anwolkenkratzer

Jeder von uns hat eine Liste mit seinen Träumen und Wünschen, ob im Kopf oder auf dem Papier. Sei es mit einem Heißluftballon zu fliegen, eine zweite Fremdsprache zu lernen oder die Polarlichter von St. Petersburg aus zu sehen. Dies ist meine Liste.

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Kolumne

#003 Schaffe dir etwas Teures an ohne schlechtes Gewissen
geschrieben am 03 Dec 2017

Neun Jahre hat mich mein kleiner Lupo nun schon überall hingefahren Egal, wohin ich auch wollte. Obwohl, vielleicht ist das etwas übertrieben – denn aus Niedersachsen hinaus hätte ich mich nun doch nicht getraut. Jeden Tag hat er allerdings 60 Kilometer zur Arbeit hin und wieder zurück legen müssen und dabei kamen letztlich über 250.000 Kilometer zusammen. Die Hälfte von mir.

Im Sommer hat er es dann doch nicht nach Hause geschafft. Bei einem stürmischen Sommerunwetter, während die Straßen etwas überschwemmt und man vor lauter Regen kaum noch etwas sehen konnte, wurde es ihm dann doch zuviel. Also blieb er mitten auf der Straße stehen und wollte auch nach wiederholtem Neustart nicht von der Stelle. Also habe ich beim Abschleppdienst angerufen, die mein Auto wieder zur Arbeit brachten und Thomas mich nach Hause.

Am nächsten Tag habe ich mir schon Gedanken um ein neues Auto gemacht. Als ich auf der Arbeit meinen allerdings gestartet habe, war es, als wäre nichts gewesen. Dennoch habe ich mich entschieden mich zu trennen und mich am Wochenende um ein neues zu kümmern.

Zuerst haben wir uns einen Toyota Aygo angesehen, der zum einen von außen zwar schick aussah, aber von innen, als ob er bei einem Unfall nicht besonders viel Knautschzone hat. Und zudem fuhr er sich sehr unruhig. Allerdings waren die Konditionen, die uns der Verkäufer angeboten hat, sehr gut. Der Service im Gegensatz zu den anderen Autos, die noch auf dem Plan standen, ebenfalls. Danach haben wir den aktuellen Nachfolger meines Autos getestet, den VW Up!. Trotz Anmeldung gab es keine roten Kennzeichen, der Betriebshof des Händlers konnte schon einen guten Eindruck vermitteln. Deutlich besser als der Aygo, aber etwas Abwechslung zum Lupo durfte es dann doch sein. Letztendlich stand der Opel Adam auf unserem Plan. Dadurch, dass es ein Opel war, hat Thomas‘ das Auto auf den letzten Platz setzen lassen. Aber nur bis er das Auto selbst auch fahren durfte. Dann musste erstmal angehalten und begutachtet werden: Sitzheizung, Lenkradheizung, Bluetooth (perfekt für Hörbücher) und Einparkhilfe (nicht, dass ich nicht parken könnte!). Als wir zum Händler wieder rein sind, musste ich Thomas erstmal in die Seite boxen, damit er nicht mit seinem grinsen uns die Chance zum Handeln verbaut. Was glaubt ihr also was es geworden ist? Klar, der Adam! Und bis heute bin ich sehr zufrieden und bereue bestimmt nicht, dass er deutlich teurer als die anderen beiden war.





Was war das Teuerste, was du dir zugelegt hast? Hast du deswegen ein schlechtes Gewissen? War es auch notwendig?
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Biografie

Neunundzwanzig Jahre nennt man mich Kirsten. Ich lebe im wunderschönen Norddeutschland, verdiene meinen Lebensstandart als Bürostuhlakrobatin und versuche mich als angehende Webentwicklerin und Programmiererin.

Wenn ich nicht hier bin, bin ich wohl woanders. Vielleicht Zuhause, meistens unterwegs, öfter bei Freunden, ab und zu in der Buchhandlung und im Moment zu selten beim Sport. Aber egal wo und was - immer mit einem Buch. Und wenn nicht in den Händen, dann in den Ohren.

Glücklich machen mich ein Trip nach Stockholm und die schwedische Sprache, Avocado auf Toast mit Salz und Pfeffer, Rotwein in der Badewanne - mit oder ohne Wasser, quatschen mit Freundinnen und austauschen mit Bücherfreundinnen, Butterkekse bei einer Tasse schwarzem Tee, meine quirligen Wüstenrennmäuseherren, mich im Amigurumi häkeln versuchen, meine Familie und Freunde, ein erledigter Punkt auf einer meiner to-do- und must-have-Listen, ein Friends-Serien-Marathon, die komplette Stephanie Plum-Reihe von Janet Evanovich und jeder einzelne Thriller von Joy Fielding - aber nichs so sehr wie meine bessere Hälfte.

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